50 Jahre Budo-Club Karlsruhe e.V.
Jubiläumsfeier am 05.07.2003
Ein unvergesslicher Abend wurde all denen zu Teil, die sich am Samstag Abend, den 05.07.2003 in der Trainingshalle des Budo-Club Karlsruhe (BCK) in der alten Reithalle der ehemaligen Dragonerkaserne zum Jubiläum anlässlich dessen 50jährigen Bestehen eingefunden hatten.
Mehr als 300 Gäste hatten sich am Samstag Abend eingefunden, um mit dem BCK dieses Jubiläum zu begehen. Auch hochrangige Gäste konnte der Präsident Dr. Robert Suna an diesem Abend
begrüßen. So hatte sich zum Beispiel Oberbürgermeister Heinz Fenrich es sich nicht nehmen lassen, an diesem Event persönlich teilzunehmen und auch ein paar Grußworte zu sprechen. Ihm gleich taten es der Präsident des Badischen Judoverbands und Ehrenpräsident des BCK Norbert Nolte, der erste Präsident des BCK Günter Jörg und der Vorsitzende des Sportkreises Karlsruhe Joachim Erndwein.
Nach all diesen Glückwünschen für die Zukunft des Budo-Club Karlsruhe zeigten nun die sechs Abteilungen des BCK ihr Können. Das Wort "Budo" bedeutet auf deutsch der "Weg des Ritters", also der Weg des Samurai. Allen Budo-Künsten ist die Konzentration auf das Wesentliche und ein hohes Maß an Disziplin und gegenseitigem Respekt gemeinsam.
Begonnen wurde die Darbietung mit einer der wohl am engsten mit den Samurai verbundenen Tradition dem
Iaido und dem
Kendo, beides Künste, die sich der Perfektion im Umgang mit dem Schwert verschrieben haben. Weiter ging es dann mit
Aikido, einer sehr harmonischen Form der Selbstverteidigung, die durch ihre Perfektion der kreis- und spiralförmigen Bewegungen beeindruckte. Die beiden wohl bekanntesten Budosportarten
Karate und
Judo waren als nächstes an der Reihe. Hier zeigte der BCK in beeindruckender Weise wie gut Budosport auch für die Ausbildung motorischer Fertigkeiten und Körperbeherrschung gerade im Kinder- und Jugendbereich ist. Mit Budo in Anwendung zeigte die Abteilung
Ju-Jutsu sowohl klassische Selbstverteidigung im Kimono als auch moderne Szenarien der Verteidigung gegen einen oder mehrere Angreifer. Den Abschluss bildete ein in Deutschland sehr seltene Budo-Kunst:
Kyudo, die Kunst des Bogenschießens. In eindrucksvoller Weise demonstrierten die Bogenschützen in feierlichem Kimono ihre Kunst.
Den Höhepunkt des Abends bildete eine japanische Teezeremonie, vorgeführt von der Teemeisterin und Präsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Karlsruhe Teruko Matsuhima-Fritz. Für viele der Anwesenden war dies das erste Mal, dass sie Gelegenheit hatten eine solche Zeremonie zu sehen. Auch die Tatsache, dass die zuvor gezeigten Budo-Künsten in einem engem Zusammenhang mit dem Weg des Tees zu sehen sind, war für die meisten Gäste neu. Doch gerade die japanischen Samurai pflegten diese Kunst als andere Seite ihrer sonst eher kriegerischen Künste.
Nach einem umfangreichen Buffet nutzte Präsident Dr. Robert Suna die Gelegenheit und ehrte einige Mitglieder aufgrund ihrer langjährigen Treue (von 25 bis 50 Jahre Mitgliedschaft) und bedankte sich auch bei den Mitgliedern, die bereits seit langen Jahren ihre Zeit und ihr Engagement für den Verein einsetzen.
Den Abschluss dieses ereignisreichen Abends bildete dann eine Sketch-Vorführung von Sportkameraden verschiedener Abteilungen, in der auf witzige und interessante Weise das Trainingsgeschehen in scherzhafter Weise unter die Lupe genommen wurde.
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Vorführungen als Film auf CD.