Theaterspektakel in der Südstadt

Kendo und Kyudo präsentierten sich als Kunstobjekt

Gar nicht so leicht zu finden waren sie, die Bogenschützen und japanischen „Fechtkünstler“ in der weiß verkleideten, zauberhaft beleuchteten Südstadt. Hatte man die streitenden Liebenden im kaputten Auto, das Akkordeonorchester, den Vortragenden mit Zylinder im Bett und die Opernsängerin im Blechdosenmuseum passiert, musste man noch vorbei an einer märchenhaft anmutenden Sängerin mit Band. Im Freigelände hinter der Uhlandschule schließlich präsentierten rund zehn Mitglieder des Budo Clubs ein eindrucksvolles Schauspiel bei sanftem Licht.

„Le Città Invisibili“, die unsichtbaren Städte, war das Motto des Theaterspektakels am 18. und 19. April innerhalb der europäischen Kulturtage. Der gewachsene und charmante Karlsruher Stadtteil hatte es dem römischen Regisseur und seinem Teatro Potlach angetan. Unzugänglich für die Öffentlichkeit waren bislang die Plätze, denen italienische und Karlsruher Schauspieler sowie Künstler und Bewohner aus der Fächerstadt zwei Abend lang Leben einhauchten.

Ein Geiger in der Toreinfahrt, eine indische Tänzerin im Heizungskeller des Verkehrsmuseums, Tango und Seiltanz im Hinterhof. Um alle Orte zu finden folgte man einer zwei Meter hohen weißen Leinwand, die sich durch den Stadtteil spannte und hinter der sich immer wieder Überraschungen verbargen.

Fotos der Veranstaltung findet man unter http://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm07_08/index.php?act=citta_2008