Judo - offizielles Nachwuchsleistungszentrum der ARGE Judo BW

2 Tabellenplatz in der 2 Judo-Bundesliga nach 3 Kampftag

Mit dem 10:3 Sieg gegen die Sportfreunde Harteck München nach der unnötigen Heimniederlage gegen Halle sind wir nun Tabellenzweiter mit einem Punkt Rückstand.

Weiterhin bleibt uns das Verletzungspech treu und wieder musste wir daher mit einer Rumpfmannschaft die Fahrt nach München aufnehmen. Dieses Mal mussten wir auch noch auf Peter Nowak verzichten, der zuvor alle Begegnungen im Leichtgewicht als sicherer Punkt nach Hause gebracht hatte, sowie auf den kämpferisch bisher überzeugende Patrick Puls, der sich gegen Halle verletzt hatte. Dafür kehrte Schwergewichtler Josef Geddert und Mannschaftsführer Bernd Beller wieder in den Kader zurück.

Pascal Siegel eröffnete für unsere Mannschaft bis 66 kg die Begegnung gegen München. Er traf auf Marcus Geierhos. Mit einem Innenschenkelwurf kann er den Kampf vorzeitig entscheiden. Nach seiner starken Leistung gegen Halle bekam Marco Bartner bis 81 kg gegen Benjamin Fauser eine weitere Einsatzchance und er wusste sie zu nutzen. Der Junior tauchte nach 21 Sekunden ab und kann so Fauser überraschen. Erstmals in dieser Saison kann unsere Mannschaft auch auf Matthias Zimmermann zurückgreifen. Bis 90 kg hat er mit Herbert Baur einen unbequemen Gegner, den er am Boden aber deutlich kontrollieren kann und so ebenfalls vorzeitig gewinnt. Da Niklas Ebert mit der Nationalmannschaft in St. Petersburg weilt, musste Timon Kuntz bis 73 kg die Punkte holen. Gegen Gerhard Wessinger gelang dies nach einem spannenden Kampf. Kurz vor Schluss springt Wessinger Kuntz entgegen, dieser nutzt geschickt den Angriff aus und kann den Münchner zu Boden schleudern. Martin Schuhmacher konnte sich bis 60 kg gegen Clemens Thurner durchsetzen. Der Österreicher kam gegen Schuhmachers Attacken nicht zur Entfaltung und musste ihm nach einer Abtauchtechnik den Sieg überlassen. Die Rückkehr von Josef Geddert im Schwergewicht machte sich bezahlt. Obwohl noch nicht hundertprozentig wieder fit, konnte Geddert nach wenigen Sekunden Konrad Baur werfen und mit der anschließenden Haltetechnik am Boden festlegen. Einziger Wermutstropfen des ersten Durchgangs war die Niederlage von Martin Welker bis 100 kg gegen den Franzosen Florent Barzic. Dieser konnte ihn mit einer Aushebtechnik bezwingen.

Mit einer 6:1 Führung im Rücken konnt unsere Mannschaft im 2. Durchgang befreit aufkämpfen. Es fehlten nur noch zwei Punkte zum Sieg und damit wäre ein großer Schritt zum Sichern der Klasse getan. Pascal Siegel bekam nun mit Josef Sellmeier einen neuen Gegner. Immer wieder versuchte er diesen zu werfen, wurde aber nicht belohnt. Die offensive Kampfführung brachte auch das Riskio mit sich, ausgekontert zu werden und genau das nutze Sellmeier. Bernd Beller lieferte sich bis 81 kg gegen Florian Frischmann einen lange spannenden und harten Kampf, kurz vor Schluss gelang ihm mit einem Ausheber der Punktgewinn für uns. Bis 90 kg konnte nach bisher überzeugenden Leistungen an den beiden ersten Kampftagen der Südstädter Sebastian Hohlschuh gegen den aufgerückten Benjamin Fauser unseren Sieg perfekt machen. Mit einem lehrbuchreifen Fußfeger fegte er seinen Gegner auf die Matte. Timon Kuntz musste nun gegen den zweiten Wessinger im Team der Münchner ran. Auch gegen Norbert Wessinger konnte er mit einer Schleudertechnik punkten. Martin Schuhmacher konnte in seiner zweiten Begegnung gegen Clemens Thurner nicht an die Leistung des ersten Durchgangs anknüpfen. Zwar gelang dem Münchner wiederum keine gefährliche Aktion, aber auch Schuhmacher konnte dieses mal nur wenige Akzente setzen. Man trennte sich also unentschieden. Im Schwergewicht ersetzte René Täuscher Josef Geddert. Auch er musste sich mit Konrad Baur auseinandersetzen. Baur drängte Täuscher mehrfach geschickt von der Matte, wofür Täuscher jedes Mal eine Bestrafung erhielt. Es gelang ihm allerdings nicht, sich mit einer Wurftechnik durchzusetzen, so dass Baur am Schluss ohne nennenswerte eigene Aktion gewinnen konnte. Den Schlusspunkt für unsere Mannschaft holte der starke Matthias Zimmermann, der in die 100 kg-Klasse aufgerückt war. Dort traf er wiederum überraschend auf Herbert Baur, der ebenfalls dorthin aufgerückt war. Dieses Mal suchte Zimmermann die Entscheidung im Stand und mit einem spektakulären Uchi-mata schickte er Baur auf die Matte.

Mit diesem hohen Sieg rückt die Mannschaft wieder auf den 2. Tabellenplatz in der 2. Judo-Bundesliga vor. Mit einem Heimsieg gegen Post Bamberg am 17.05.2008 wollen wir uns in der Spitzengruppe der Liga weiter festsetzen. Kampfbeginn ist um 18.00 Uhr in der Alten Reithalle in der Blücherstraße.

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Frauen stürmen an die Tabellenspitze

Damenteam startet mit zwei Siegen in die Saison 2008

Unsere Damenmannschaft siegte mit 5:2 gegen das Judoteam Rheinland und mit 6:1 in der Revanche gegen Gastgeber SC Gröbenzell. Trotz der Ausfälle einiger Stammkräfte kann unsere Mannschaft beide Begegnungen deutlich für sich entscheiden. Dabei zeigten die nachgerückten Juniorinnen durchgehend gute Leistungen.

In der ersten Begegnung gegen das neu in die Liga aufgestiegenen Verbandsteam des Rheinlands machte Nachwuchsathletin Aziza Sentürk bis 57 kg den Anfang. Bereits in der Vorsaison hatte sie Bundesligaluft schnuppern dürfen und auch in dieser Begegnung machte sie ihre Sache gut. Mit einem Uchi-mata konnte sie den Kampf gegen Nicole Fischer vorzeitig für sich entscheiden. Neuzugang Simone Schuster, kam zu Saisonbeginn vom Erstligisten Esslingen zu uns, brauchte in der 63 kg-Klasse ganze 24 Sekunden um Jessica Schwickert mit einer Aushebetechnik zu besiegen. Cécile Köstler konnte bis 78 kg mit einem Ura-nage gegen Mariella Morbach den dritten Punkt klar machen. Dann musste sich die ins Schwergewicht aufgerückte Carolin Zinsky Maria Hunz geschlagen geben. Sie geriet in eine Festhaltetechnik, aus der sie sich gegen die Schwergewichtlerin nicht mehr befreien konnte. Die folgende Niederlage von Cordula Lutz bis 70 g, brachte das JT Rheinland wieder an unsere Mannschaft heran. Lutz ging hoch in Führung, wirkte aber insgesamt unkonzentriert und ließ Linda Sungen immer wieder zum Wurfversuch eindrehen. Kurz vor Schluss gelang der Rheinländerin dadurch noch der goldene Wurf. Im Leichtgewicht machte Michaela Pion aber dann unseren Sieg klar. Mit einer Hüftfegetechnik brachte sie Sarah Hoffmann vorzeitig zu Fall und holte den wichtigen 4. Punkt. Routiner Kerstin Wagner konnte daher in der letzten Begegnung befreit aufkämpfen und bis 52 kg gegen Alessa Ringel immer wieder punkten. Eine Abtauchtechnik brachte schließlich Punkt für uns.

Gegen Gastgeber Gröbenzell hatte es in der letzten Saison noch eine zu hoch ausgefallenen 5:2-Niederlage gegeben. Unsere Mannschaft wechselte im Vergleich zum ersten Kampf gegen Rheinland auf 3 Positionen. Bis 57 kg gab Katharina Schneider ihr Debüt für uns und in der Bundesliga. Ihr gegenüber stand die erfahrene Alexandra Brandstetter. Lange Zeit waren beide Kontrahentinnen gleichwertig, nach einer Eindrehtechnik von Brandstetter konnte diese am Boden Schneider festlegen und ließ sie aus der Technik nicht mehr herauskommen. Simone Schuster zeigte in ihrer zweiten Begegnung ihre ganze Erfahrung. Immer wieder nahm sie Marion Weissensteiner den Griff ab und ließ ihre Gegnerin passiv aussehen. Kontinuierlich baute sie mit Aushebe- und Fußtechniken ihre Führung aus, bis ihr mit einer Innensichel der Ausgleich für unsere Mannschaft gelang. Cordula Lutz rückte in ihrer zweiten Begegnung eine Gewichtsklasse auf. Bis 78 kg hatte sie es mit der Litauerin Laima Bergs zu tun. Diese konnte mit einer Abtauchtechnik hoch in Führung gehen. Erst kurz vor Schluss konnte Lutz Bergs in eine Festhaltetechnik nehmen, nachdem Bergs nach einem Wurf Lutz nicht unter Kontrolle halten konnte. Auch Cécile Köstler war um eine Gewichtsklasse höher ins Schwergewicht aufgerückt. Gegen die ehemalige Schweizer Nationalkämpferin Barbara Huber musste sie nach einer Bestrafung einen Rückstand hinnehmen. Jedoch setzte sie konsequent die vorab besprochene taktische Marschlinie um und konnte Huber mit einem Tani-otoshi erfolgreich werfen. Juniorin Friederike Majer konnte dann bis 70 kg den notwendigen 4 Punkt sichern. Sie hebelte Katharina Obernbuchner gekonnt ab und verließ so als vorzeitige Siegerin die Matte. Michaela Pion konnte ebenfalls die Matte siegreich verlassen. Barbara Zehentner musste sich mit einer Hüftfegetechnik werfen lassen und entkam der anschließenden Festhaltetechnik nicht mehr. Den Schlusspunkt zum 6:1 setzte die junge Sonja Ströhle, auch sie mit ihrem Debüt in der Bundesliga. Marinna Englmaier überraschte Ströhle mit einer Abtauchtechnik und ging hoch in Führung, doch die Juniorin steckte nicht auf. Mit einem Schulterwurf kämpfte sie sich zurück und glich aus. Damit legte sie ihre Nervosität völlig ab und bedrängte Englmaier weiter. Mit ihrem Spezialwurf Uchi-mata setzte sie dann den Schlusspunkt zum verdienten Sieg.

Das Damenteam machte es damit seinem männlichen Kollegen gleich und setzt sich zum Saisonbeginn an die Spitze der Liga. Am 10. Mai wollen unseren ersten Platz daheim mit weiteren Siegen gegen die erwarteten Gäste Chemnitz und Oberhaid verteidigen. Kampfbeginn ist um 18.00 Uhr in der „Alten Reithalle“ in der Blücherstraße.

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