Judo - offizielles Nachwuchsleistungszentrum der ARGE Judo BW
Philippe Tosseng Judo-Weltmeister
Sindelfingen. Philippe Tosseng, Trainer des Budo-Club Karlsruhe, gewinnt bei den Judo-Weltmeisterschaften in der Altersklasse ü50 im Judo den Titel -66 kg.
Weit über 1100 Teilnehmer aus 50 Nationen aus allen Kontinenten trafen sich bei den ersten offiziellen Judo-Weltmeisterschaften der über 30jährigen in Sindelfingen. Erst abends um 21.30 Uhr stand bei der Mammutveranstaltung in Sindelfingen fest, dass Philippe als neuer Weltmeister den Rückweg nach Karlsruhe antreten durfte.
In der ersten Runde musste Philippe gegen den Deutschen
Michael Traus aus Garching antreten. Diesen konnte er nach zwei Minunten mit Ippon besiegen.
Schwerer wurde es gegen den Rumänen
Doru Burtea. Dieser hatte nicht ganz legal seinen Anzug mittels Fettsalbe präpariert, so dass es sich als sehr schwierig erwies, ihn festhalten zu können. Philippe gelang es trotzdem erst in Führung zu gehen und dann nach zweieinhalb Minuten den vorzeitigen Sieg zu erzielen.
Der US-Amerikaner Sandy North erwies sich im Halbfinale ebenfalls als unbequemer Gegner. Der sich sehr defensiv agierende North blockte ein ums andere Mal die Angriffsbemühungen von Philippe. Das destruktive Verhalten wurde dann auch folgerichtig vom Schiedsgericht bestraft. Insgesamt handelte sich North drei Strafpunkte ein. Das Finale war erreicht.
Im Finale traf Philippe auf den Franzosen Thierry Roudenkoff. Auch dieser Kampf ging über die volle Kampfzeit. Philippe war von Beginn an der agilere und startete einen Angriff nach dem anderen. Jedoch gelang es ihm nicht, Roudenkoff so zu werfen, dass es zu zählbaren Punkten gereicht hätte. Nach Ablauf der Kampfzeit musste daher das Schiedsgericht entscheiden. Alle drei Kampfrichter werteten den Kampf für den Karlsruher. Mit dem 3:0-Entscheid wurde Philippe Weltmeister bis 66 kg.
Vom Budo-Club Karlsruhe waren auch noch die beiden Schwergewichtler und aktiven Bundesligakämpfer
Réne Täuscher und
Josef Geddert gestartet.
Josef stand nach Siegen gegen den Russen Mikhail Mainikin und Thomas Freese im Halbfinale. Dort musste er sich knapp dem Berliner Jens-Peter Bischof geschlagen geben. Im Bronzemedaillenkampf schließlich ließ er sich vom Tschechen Vitaly Baykolov mit einer Fegetechnik überraschen und beendet ein gutes Turnier mit dem undankbaren fünften Platz.
Besser machte es René Täuscher, der ebenfalls erst im Halbfinale wie bereits zuvor in der Bundesliga gegen den Speyrer Markus Sturm nach zweieinhalb Minuten verliert. Im Bronzemedaillenkampf gegen Martin Kriska ließ er dann nichts mehr anbrennen und siegt mit Ippon und sichert sich damit den dritten Platz.
Philippe Tosseng auf dem Treppchen ... und auf den Schultern seiner treuesten Fans.