Ju-Jutsu - moderne Selbstverteidigung
Was ist Ju-Jutsu ?
Chinesische Mönche brachten Jiu-Jitsu, die ursprüngliche Form des Ju-Jutsu, nach Japan. Gepflegt wurde diese Kunst von den Samurai, der japanischen Ritterkaste. Sie trugen eigentlich immer zwei Schwerter, aber dies wurde ihnen durch ein kaiserliches Dekret im Jahre 1876 verboten. Daher widmeten sie sich der Vervollkommnung des Jiu-Jitsu, einer waffenlosen Form der Selbstverteidigung. Durch ein genaues Studium des menschlichen Körpers war es ihnen möglich, die schwächsten und leicht zu schädigenden Stellen zu erkennen. Mit dem Niedergang der Samurai verlor aber auch diese Selbstverteidigung an Bedeutung. Nach dem 19. Jahrhundert war diese Kunst nur noch wenigen Personen bekannt.
Die modernste Form der Selbstverteidigung, das Ju-Jutsu, wurde - basierend auf der alten Kunst der Samurai - nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland vom Deutschen Dan-Kollegium zusammen mit der Kriminalpolizei entwickelt und zusammengestellt.
Ju-Jutsu bedeutet soviel wie ,,nachgiebige oder sanfte Kunst''. Die Nachgiebigkeit bezieht sich dabei auf die Art der Ausführung, das heißt man benutzt die Kraft des Gegners, um diesen zu überwältigen.
Ju-Jutsu enthält Schlag-, Tritt-, Wurf- und Hebeltechniken, die in verschiedenster Weise kombiniert werden. Es gibt die vielseitigsten Techniken, um die Chance zu bieten, jedem Angriff gewachsen zu sein.
Zwei Punkte sind für das Ju-Jutsu von wesentlicher Bedeutung:
- Ju-Jutsu bietet eine Möglichkeit der Selbstverteidigung, die unter allen Umständen und auf jede Distanz nützlich ist.
- Ju-Jutsu dient zur Erreichung seelischen, geistigen und körperlichen Wohlbefindens, das eine wertvolle Unterstützung in der Bewältigung von Alltagsproblemen bieten kann.