Kendo - japanisches Schwertfechten
Was ist Kendo ?

Kendo ist der Name der japanischen Fechtkunst und steht im engen Zusammenhang mit den Samurai, der japanischen Kriegerkaste.
Diese kam im 12. Jahrhundert zu ihrer Blüte, als Japan von Bürgerkriegen durchzogen wurde. Für einen Samurai war das Erlernen von Kendo eine Selbstverständlichkeit. Aber für ihn war Kendo nicht nur eine Kampftechnik, sondern gleichzeitig eine Methode zu seiner geistigen Selbsterziehung, was in engem Zusammenhang mit dem japanischen Zenbuddhismus zu sehen ist. Der Zweck von Kendo bestand für den Samurai darin, sich geistig von seinem Gegner und sich selbst herauszulösen, das Schwert ohne jegliche Furcht vor dem eigenen Tod zu führen, um so seine eigene psychische Schwäche und damit auch den Gegner zu besiegen.
Mit dem Aufkommen der Schußwaffen im 17. Jahrhundert sank der Wert des Schwertes. Im 19. Jahrhundert, zur Zeit der Meiji-Regierung, wurde dann die auch heute noch benutzte Rüstung eingeführt, und anstelle des Schwertes verwendete man einen Bambusstock, den Shinai.
Spätestens nach dem 2.Weltkrieg war aus Kendo eine Sportart geworden. An die Stelle der Auseinandersetzung auf dem Schlachtfeld hat der sportliche Wettkampf mit genau festgelegten Regeln, so zum Beispiel die auf vier reduzierten Treffermöglichkeiten Kopf, Handgelenk, Rumpf und Kehlkopf.
Auch wenn heute Kendo eine reine Sportart ist, so ist dennoch - auch heute noch - der Geist der Samurai zu spüren.