Hitze hin – Hitze her: Die Sambo Open in der Lina-Radke-Halle erwiesen sich auch in ihrer mittlerweile zweiten Auflage als eine Veranstaltung, die einmal mehr den Stellenwert, den Karlsruhe in dieser Kampfsportart genießt, unterstreicht. Am Ende waren es 250 Kämpferinnen und Kämpfer aus 23 Nationen, die auf den Sambo-Matten um den Sieg in den verschiedenen Gewichts-und Altersklassen kämpften.
Erfreulich aus Sicht des veranstaltenden Budo-Clubs Karlsruhe (BCK): Mit Lena Ernst stand auch eine Kämpferin des BCK ganz oben auf dem Treppchen. Gewann die 15-Jährige am Samstag in der 59-kg-Klasse den Titel in der U18, war sie tags darauf auch in ihrer eigentlichen Alterklasse (U15) gegen Jelena Cesko aus Bosnien-Herzegowina erfolgreich. Auch Varnto Anisesvili zeigte, dass er mittlerweile eine Hausnummer im Sambo ist. Obwohl der 17-Jährige nicht in der U18, sondern eine Altersklasse höher bei den Junioren kämpfte, musste er sich erst im Finale der 88-kg-Klasse dem Serben Sergej Kovacevic beugen.
Doch nicht nur deshalb sprach Fabian Schley, der Präsident des Deutschen Sambo-Verbandes von einer gelungenen Veranstaltung, „zumal die Hitze weniger schlimm war als erwartet. Keiner hat einen Hitzschlag bekommen“, lachte er nach zwei intensiven Kampftagen. Doch auch auf ein solches Szenario war man seitens des Veranstalters vorbereitet. An beiden Tagen war medizinisches Personal und selbst Ärzte vor Ort, wie Kerstin Wagner, die Präsidentin des BCK mitteilt. Sie mussten nicht aktiv werden.
So konnten sich sowohl die Athletinnen und Athleten, wie auch Alexander Korsik, der Geschäftsführer der International Sambo Federation (FIAS), und die Präsidenten der Verbände aus Frankreich, Serbien und Israel, das auch den Hauptschiedsrichter stellte, davon überzeugen, dass der Budo-Club Karlsruhe auch in organisatorischer Sicht für Großereignisse im Sambo gerüstet ist. Rund 50 Helferinnen und Helfer sorgten für den weitgehend reibungslosen Ablauf einer Veranstaltung, „die uns vor Augen führt, welche Strahlkraft der Sambo-Sport inzwischen hat“, sagte Karlsruhes Sportbürgermeisterin Yvette Melchien in ihrem Grußwort. Zuvor hatte die Kindergruppe „Ästhetische Gymnastik“ des BCK die Besucherinnen und Besucher mit einer ausdrucksvollen Choreographie auf die Wettkämpfe eingestimmt. „Manche Sportarten finden an bestimmten Orten eine Heimat. Sie werden dort gepflegt, weiterentwickelt und von Menschen mit Leidenschaft getragen“, sprach Melchien davon, dass Sambo eine solche in Karlsruhe habe. Vielleicht sogar bei den Worl Games 2029, wie Alexander Korsik immer noch hofft, auch wenn Sambo bislang nicht auf der Liste der Sportarten für diese Weltspiele steht, die in drei Jahren in Karlsruhe ausgetragen werden. Eines allerdings ist sicher: Auch im kommenden Jahr wird es internationalen Sambo in Karlsruhe geben. Dann sogar als „Europa-Cup“, wie Korsik mitteilt.
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Text: Harald Linder /Badische Neueste Nachrichten
Foto: Joerg Blecker, Marcel Sutter, Matthias Marke,























